Kalkulation · Prüfungsklassiker

Handelskalkulation –
vom Einkauf zum Verkaufspreis

Die Handelskalkulation gehört zu den Klassikern der Wirtschaftsfachwirt-Prüfung: Vorwärts- vom Einstandspreis zum Verkaufspreis, rückwärts vom Verkaufspreis zum erzielbaren Einkaufspreis. Mit klarer Kette aus Rabatten, Skonti, Zuschlägen und Steuer.

✓ Vorwärts- & Rückwärtskalkulation ✓ Netto- & Bruttowerte ✓ Rabatt- & Skontostufen ✓ Sofortiges Feedback

Was ist die Handelskalkulation?

Die Handelskalkulation bildet die komplette Preisbildungskette im Handel ab – vom Listeneinkaufspreis des Lieferanten bis zum Verkaufspreis an den Kunden. Dabei werden Rabatte, Skonti, Bezugskosten, Handlungskosten, Gewinnzuschlag und Umsatzsteuer schrittweise verrechnet.

Bezugspreis = Listeneinkaufspreis − Liefererrabatt − Liefererskonto + Bezugskosten Nettoverkaufspreis = Selbstkosten + Gewinnzuschlag · Bruttoverkaufspreis = Nettoverkaufspreis × (1 + USt.-Satz)
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Vorwärtskalkulation

Vom Einstandspreis zum Verkaufspreis: Zuschlagsmethode mit Handlungskosten, Gewinn und Steuer.

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Rückwärtskalkulation

Vom vorgegebenen Marktpreis zurück zum maximal möglichen Einkaufspreis – Division statt Multiplikation.

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Netto vs. Brutto

Jede Stufe kann netto oder brutto verlangt sein – die 19 % USt. entscheiden am Ende über den Unterschied.

Vorwärtskalkulation Schritt für Schritt

Listeneinkaufspreis: 2.000,00 € | Liefererrabatt: 15 % | Liefererskonto: 2 % | Bezugskosten: 80,00 € | Handlungskostenzuschlag: 20 % | Gewinnzuschlag: 15 % | USt.: 19 %

1
Zieleinkaufspreis

2.000,00 € − 15 % Rabatt = 1.700,00 €

2
Bareinkaufspreis

1.700,00 € − 2 % Skonto = 1.666,00 €

3
Bezugspreis

1.666,00 € + 80,00 € Bezugskosten = 1.746,00 €

4
Selbstkosten

1.746,00 € × 1,20 (Handlungskostenzuschlag) = 2.095,20 €

5
Nettoverkaufspreis

2.095,20 € × 1,15 (Gewinnzuschlag) = 2.409,48 €

6
Bruttoverkaufspreis

2.409,48 € × 1,19 (USt.) = 2.867,28 €

Fazit: Aus 2.000 € Listenpreis wird nach sechs Rechenschritten ein Bruttoverkaufspreis von 2.867,28 €. Genau diese Kette – auch rückwärts – trainierst du im interaktiven Trainer.

Häufige Fehler in der Handelskalkulation

⚠️

Rückwärts multiplizieren statt dividieren

Skonto und Rabatt werden beim Rückwärtsrechnen durch Division ermittelt, nicht durch Multiplikation mit (1 − %).

⚠️

Reihenfolge vertauschen

Rabatt vor Skonto, Handlungskosten vor Gewinnzuschlag – wird die Kette vertauscht, stimmt das Endergebnis nicht.

⚠️

Netto und Brutto verwechseln

Prüfe bei jeder Aufgabe genau, ob nach dem Netto- oder Bruttoverkaufspreis gefragt ist – die USt. macht den Unterschied.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtskalkulation?

Bei der Vorwärtskalkulation wird ausgehend vom Einstandspreis der Verkaufspreis berechnet (Zuschlagsmethode). Bei der Rückwärtskalkulation wird aus dem vorgegebenen Verkaufspreis rückwärts der erzielbare Einkaufspreis ermittelt.

Wie berechne ich den Bezugspreis?

Bezugspreis = Listeneinkaufspreis − Liefererrabatt − Liefererskonto + Bezugskosten (z. B. Fracht, Versicherung, Zoll). Er ist die Ausgangsbasis für die Vorwärtskalkulation.

Was ist der häufigste Fehler bei der Handelskalkulation?

Das Verwechseln von Auf- und Abschlagsmethode bei Skonto und Rabatt. Skonto und Rabatt werden beim Rückwärtsrechnen durch Division (nicht Multiplikation) ermittelt. Übe beide Richtungen im Trainer.

Was ist der Unterschied zwischen Handelsspanne und Handelszuschlag?

Die Handelsspanne bezieht die Differenz zwischen Verkaufs- und Einstandspreis auf den Verkaufspreis, der Handelszuschlag auf den Einstandspreis. Beide Kennzahlen drücken dieselbe Marge nur aus unterschiedlichen Bezugsgrößen aus.

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